Zinzendorfschule Tossens

 staatl. anerkannte Oberschule und

 staatl. anerkanntes Gymnasium

 der Herrnhuter Brüdergemeine

 Auf dem Int 7

 26969 Butjadingen

Sekretariat: Frau Ute Broer-Schuldt

Tel.: 04736 92950

Fax: 04736 9295 50

Email: schule"at"zinzendorfschule.de


Sonnenallee“ - ironisch gefärbtes Bild der DDR in den Siebzigern

Gut 50 Aktive gestalten diesjähriges Musical der 10. Gymnasialklassen an Zinzendorfschule

Tossens. Der Film von Leander Hausmann basierend auf seinem, Detlef Bucks und Romanautor Thomas Brussigs Drehbuch war ab 1999 ein großer Kinoerfolg. Die amüsante Geschichte der Familie Ehrenreich im Schatten der Berliner Mauer diente Conny Howell als Vorlage.

Wie immer, wenn Theaterpädagogin Howell eine Stoff gefunden hat, passte sie die Filmhandlung ihrer Darstellergruppe, die beiden Gymnasialklassen 10, an. Dabei sprangen über 50 Rollen heraus, ein großer Teil davon Sprechrollen und einige, deren Darsteller sogar live sangen. Musiklehrer Wilhelm Magnus hatte sich durch die Filmmusik inspirieren lassen und mit einer fünf-köpfigen Band (2 Gitarren, Bass, Keyboard und Drums) einen großen Strauß von Songs eingeübt, die mit gutem Sound erklangen.

 

Gäste empfängt man, Freunde begrüßt man. Offensichtlich waren es Freunde, die sich letzte Woche am Nordenhamer Bahnhof herzlich umarmten und ein fröhliches Wiedersehen feierten. Schüler der Szkola Podstawowa nr. 6 im. Mieszka 1 aus Swinemünde waren mit ihren Lehrerinnen Kasia Bialows und Joanna Szczuchniak zum Besuch zu ihren Partnern der Zinzendorfschule Tossens gekommen, um in Butjadingen und Umgebung eine ereignisreiche Woche zu verleben.

 

Die Jugendlichen aus Swinemünde und Tossens hatten sich vergangenen Sommer in der wunderschönen Ostseestadt erstmals getroffen und nun erfolgte der Gegenbesuch. Der Austausch fand unter dem Dach des Deutsch-Polnischen-Jugendwerks und im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Swinemünde und der Stadt Nordenham statt. Die Austauschkoordinatorin Aneta Locker hatte unter Mithilfe ihrer Kollegen Rike Kansteiner, Klaus Turman und Uwe Hänßler ein beachtliches Programm auf die Beine gestellt. Highlights waren sicherlich die Besuche des Klimahauses in Bremerhaven, des Universums in Bremen und eine Werksführung bei Kronos Titan. Aber dies war nur der Rahmen. Das Wichtigste an einem Austausch brachte der Schulleiter der Zinzendorfschule Tossens Andreas Diercks bei seiner Begrüßung auf den Punkt: „Es ist – trotz der neuen Medien – immer noch das Beste, sich zu treffen und sich auszutauschen.“ In die gleiche Richtung zielte beim offiziellen Empfang der Stadt Nordenham die Rede des Bürgermeisters Carsten Seyfarth. „Austausch ist die beste Gelegenheit, sich kennenzulernen und Verständnis aufzubauen. Es gibt keine Unterschiede zwischen Menschen“, schrieb Carsten Seyfarth, dem es merklich eine Herzensangelegenheit ist, sich mit Jugendlichen auszutauschen, seinen Gästen ins Stammbuch.

 

 

 

Beim emotionalen Abschied gab es wieder herzliche Umarmungen, teilweise Tränen und Versprechen des Wiedersehens. Die Lehrerin Kasia Bialows, die seit Jahren den Austausch als Koordinatorin in Swinemünde mitgestaltet, sprach am Ende allen aus Seele: „Es war so schön.“ An diesem tollen Projekt sollten alle Seiten weiter genauso intensiv weiterarbeiten.

Die Rechte an diesem Artikel liegen bei der NWZ. Der Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung.


 

Kuhle Stunde“ - Neuer Name und Neues Schul-Logo

In der „Stunde der Besten“ werden Leistungen und Erfolge von Zinzendorfschülern gewürdigt

Tossens. Rückblick auf besondere Ereignisse des Jahres dauert fast zwei Stunden. Gisela Baars geht in wohlverdienten Ruhestand. Für Andrea Turmann kehrt Melanie Rummel zurück in Schulleitung.

Ute Extra, Dr. Olaf Moretzki und die Schülersprecher nutzen die alljährliche Projektwoche, um die „Stunde der Besten“ vorzubereiten. In diesem Jahr überraschten sie die Schulgemeinde mit einem neuen Namen für die Veranstaltung, der sich aus ihrem Logo ableitet.

Vor gut 30 Jahren veränderte Jens Baars für seinen Abiturjahrgang das Schullogo, das eine zum Himmel hinaufwachsende Blume zeigt, indem er eine schwarzbunte Kuh einfügte, die die Blume im Maul trägt. Unter Mithilfe des ehemaligen Schülers Andrew Lake wurde diese Graphik wiederbelebt und um den Text: Zinzendorfschule Tossens, die Kuhle Schule, ergänzt. Damit wurde die „Stunde der Besten“ zur „Kuhlen Stunde“.

Es werden nicht nur die schulischen Erfolge gerühmt, sondern auch außerschulische. Einer der alljährlichen Höhepunkte ist dennoch die Ehrung aller Klassenbesten auf der Bühne der Aula.

Mit einem Morgensegen von Schulpfarrerin Friedgard Möllmann, als Lektorin unterstützt von Nora von Bergen, begann alles. Lisa Hellwig und Hannes Logemann, zwei der Schülersprecher, führten souverän durch das Programm. Sie ehrten Schülerinnnen und Schüler, die in der Projektwoche eigene Projekte betreut hatten, die Lehrer Heiko Kuhlmann und Wolfgang Ringat für die Einrichtung eines neuen Computer-Fachraums mit ihrer Projektgruppe, sowie Lahja Page für ihr besonderes Engagement zur Integration ausländischer Mitschüler – sie lernt dafür seit einiger Zeit eigens Arabisch!

Sechs Mädchen aus verschiedenen Herkunftsländern wurden als neue „Migrationsbotschafterinnen“ vorgestellt. Anschließend lobten Lisa und Hannes Schüler, die beim Sponsorenlauf Sanitätsdienste verrichtet, sich zu Busbegleiter oder Streitschlichtern qualifiziert oder freiwillig das Aquarium im Biologieraum betreut hatten (Darin Bauer).

Ihr Engagement für mehr Umweltschutz verhalf Dr. Anja Blume zu einer Ehrung, sein besonderer Einsatz als Schulbegleiter Christopher Luker. Die 7a hatte die „Bewegte Pause“ betreut, also Sport- und Spielgeräte verwaltet, Jann-Matthis Büsing einen Fotowettbewerb gewonnen, Lehrerin Christiane Ahlers mit zwei Klassen preisgekrönte Filme produziert und den „Goldfischmob“ iniziiert.

Carolin Janßen spendete einen Teil ihres langen Haares, woraus kostenlose Perücken für Krebspatientinnen gefertigt werden. Die zehn Mitglieder starke „Allstars“-Band wurde ebenso für ihre Auftritte belobigt, wie die fünf Schülerinnen, die bei der Kids Watt Academy halfen.

Es gab Urkunden für vorbildliche Hilfe beim Binden der „Grünen Bücher“ (Maraike Deharde und Canel Preisler), die an alle Schüler für deren Alltagsplanung verteilt werden, aber auch für sportliche Erfolge in der Leichtathletik (Eibo Heinrichs und Isabella Buhr) und im Schulreiterwettbewerb (Mirja Bruncken und Carlotta Laturnus), ja sogar für eine besondere Schulsportnote. Die Siegerklassen des Sponsorenlaufs , die beiden besten Klassenbuchführerinnen und die Elternvertreterinnen Barbara Kaethner und Karin Hellwig, die jede Woche einmal Obst und Gemüse für ein „gesundes Frühstück“ bereithalten, wurden geehrt.

 

Die Moderatoren dankten Andrea Turmann für ihren viereinhalbjährigen Einsatz als Schulleiterin und verabschiedeten gemeinsam mit ihrer Klasse Gisela Baars nach über 50 Jahren (!) Schuldienst in den verdienten Ruhestand, bevor sie selbst von den Vertrauenslehrern für ihren Einsatz ausgezeichnet wurden.

Die „Allstars“, die sich von Marie McKenzie verabschieden mussten, ein Trio, drei Duos und eine Gesangssolistin sowie zwei Tanzvorführungen rundeten die gelungene Veranstaltung ab, die noch einmal vor Augen führte, wie ereignisreich so ein Schuljahr im Rückblick tatsächlich aussieht.


 

Auf einmal wachsen überall Haare“ – alles über das Heranwachsen in fünf Kapiteln

Halbstündiges Theaterstück über Erfahrungen und Einstellungen Jugendlicher

Tossens. In sehr komprimierter Form zeigten 10 Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtunterrichts „Darstellendes Spiel“, was sie von ihrem Leben halten. Die Zuschauer waren tief beeindruckt.

 

Ein Schuljahr lang hat Bo Howell mit den Neuntklässler der Oberschule gearbeitet. Aus deren Erfahrungen, Gefühlen, Problemen und Erfolgen entwickelten sie gemeinsam mit ihm das Stück, dessen Eingangsszene bereits bei der Veranstaltung „Guckloch“ die Zuschauer beeindruckte. Vor der Bühne hatte Richard Howell mit Bühnenelemente stufenweise ansteigende Zuschauerreihen gebaut, die eine besondere Theateratmosphäre in die Aula der Zinzendorfschule zauberten.

 

Chorisches Sprechen, Gruppen- , Zweier- und Soloszenen, viel Bewegung und eine starke physische Präsenz der Akteure, deutliche Artikulation und selbstbewusste Rollendarstellung bei gekonnter Ausnutzung des Bühnenraums und gut gewählter musikalischer Untermalung – die Schauspieler setzten die Mittel des Theaters überraschend souverän ein. Die Techniker halfen ihnen dabei.


Aus dem Tagebuch unseres Theaterpädagogen:
 
 
8 Spieler*innen aus den Klassen 6-11. Sowohl Gymnasium als auch Oberschule.
Ich habe den Probenprozess in drei Teile geteilt.
 
1. Teil - Ensemblebildung
 Übungen zum Vertrauen und das gemeinsame Spielen lernen. Spielfreude hervorkitzeln. Mut zur Hässlichkeit. Vereinzelt Schauspieltraining mit Übungen zur Imagination und Rollenstatus.
2.Teil - Themem- und Stückfindung
Ich habe einen Workshop des Theaterkollektivs "Machina Ex" besucht. Dabei ging es vorallem um die Verbindung von Videospiel und Theater. Wobei ich die Interaktivität von Theater dann in unsere AG gebracht habe. Da haben wir dann mit verschiedensten Formen rumprobiert. Unter anderem ging es sogar so weit, dass der Zuschauer den Spielern auf der Bühne Befehle gegeben und somit gesteuert hat. Dabei ging es meißt um Rätsel ähnlich eines Escape-Rooms. Schlussendlich kamen wir auf die Idee, dass der Zuschauer Entscheidungen treffen muss und kamen dann auf die Geschichte eines verschwundenen Jungen.