Israelreise 22.2.2018

 

Hallo!!

Heute gab es ein erneutes Aufeinandertreffen mit Schülern, diesmal aus einer palästinensischen Schule, der Dar Al-Kalima Schule in Bethlehem. So wie Dienstag auch. Auch hier fand ein sehr interessanter Dialog statt über Themen, die die Welt bewegen.

Die Dar Al-Kalima Schule ist eine, unter der Fittiche der  evangelisch lutherische Kirche arbeitende Schule im Süden Bethlehems und existiert seit 2000. Viele Unterschiede gab es hier zwischen der Dar Al-Kalima Schule und der unseren. So herrscht dort die Pflicht eine Schuluniform zu tragen. Allgemein wirkte es hier doch wesentlich strenger. Die Schüler haben insgesamt pro Tag nur eine einzige, 20 Minuten dauernde Pause. Desweiteren müssen die Schüler pro Tag mindesten zwei Tests schreiben. Handys müssen direkt vor Beginn der ersten Stunde abgegeben werden und dürfen erst zum Ende der Schule wieder zurückgegeben werden. Das Schulgelände dürfen die Schüler während der Schulzeit nicht verlassen werden. 

Die ausländischen Schüler haben uns bzw. unsere Schulordnung in vielen Punkten beneidet.

Was uns sehr überrascht hat ist, dass die Schüler seit den Grundschuljahren die deutsche Sprache gelehrt bekommen. So konnten Teile unseres Dialoges auch auf Deutsch stattfinden. Englisch wird da schon von Anfang an unterrichtet.

Wie uns außerdem noch gesagt wurde scheinen die Schulplätze heiß begehrt zu sein. Es finden hierbei Auswahlverfahren statt und zudem das Führen von Wartelisten.

Solltet ihr mehr über die Schule erfahren wollen, dann empfehlen wir es euch deren Internetseite zu besuchen.

www.daralkalima.com

 

Nach weiteren interessanten Besichtigungen von Kirchen und Landschaft endete unser heutiger Tag.

Stay tuned.

Lisa&Marco

Israelreise 21.02.2018

 

Salam maleikum aus dem wunderschönen Palästina!

Die erste Nacht in Palästina ist geschafft. Heute wurden wir Mal nicht von den Muzeinrufen geweckt, sondern vom grellen Licht, dass hier üblich ist. Die Sonne strahlt und der Tag konnte beginnen... Als erstes bekamen wir vom Manager des Star Mountains eine Führung über das Gelände. Der Sternberg oder hier auch Star Mountain genannt, ist eine Einrichtung der Herrnhuter Missionshilfe. Die Brüdergemeine unterhält dort eine Förderschule, einen Kindergarten, aber auch ein Berufsausbildungszentrum für Geistig- und Körperbeeinträchtigte Menschen. Wir bekamen von allen Bereichen einen tollen Einblick und durften sogar einer Gruppe von geistig beeinträchtigten Menschen dabei helfen, eine Gewürzmischung herzustellen. Dabei bekamen wir von ihnen einen leckeren Salbeitee, wo der Salbei aus dem hauseigenem Garten kommt. Alles im Allen ist diese Anlage ein Vorzeigeprojekt der Herrnhuter. Wir finden es toll, hier zu sein. 

Nach dem reichhaltigem, aber leckerem arabischen Mittagessen, hatten wir die Möglichkeit uns auf der Terrasse, des Gästehauses auf dem Sternberg, uns zu Sonnen. In der Sonne waren es gefühlt um die 20 Grad. Darauf haben wir uns schon seit dem Hinflug gefreut! 

Am Nachmittag ging es dann nach Taybeh! Die einzige christliche Stadt in Palästina. Dort besuchten wir die griechisch-katholische Kirche und bekamen vom Pfarrer einen Einblick, wie Christen hier, in Palästina, leben. Anschließend machten wir noch eine Besichtigung in der Bierbrauerei von Taybeh. Dies ist übrigens mittlerweile nur noch die einzige Brauerei in Palästina. Die Besichtigung schließen wir mit einer Verkostung des Taybeh-Bieres ab. Sehr leckeres Bier. Wir erfuhren, dass dieses Bier auch nach Deutschland exportiert wird. 

Am Abend ging es noch nach Ramallah. Eine Großstadt in Palästina, die auch den Sitz des Palästinensischem Präsidenten Abbas beherbergt. Spannend war es zu sehen, wie es in einer arabischen Großstadt zu geht. Als wir durch die Innenstadt liefen, fingen auf einmal Palästinenser an rote Fahnen mit arabischer Überschrift und einem Bild darauf, an die Straßenlaternen zu hängen. Wir fragten uns warum das Militär, welche natürlich gefühlt an jeder Ecke steht, dort so gespannt du schaute. Es stellte sich heraus, dass ein Palästinenser, der in Israel in Haft saß, heute entlassen wurde und so feierten ein paar Leute diese Aktion der Befreiung. Interessant, sowas Mal nicht nur aus dem Fernsehen zu sehen. 

 

Morgen folgt mehr aus Palästina, aber Tatsache ist, dass wir beide nun ganz anders auf den Israel-Palästina-Konflikt schauen. Es ist super, sich ein Bild davon zu machen, indem man Gespräche mit Jugendlichen und Erwachsenen aus beiden Ländern führt :)

 

Gute Nacht vom Sternberg, Marco&Lisa

Israelreise 19.02.2018

 

Hallo, oder auch Shalom!

 

Heute würde unser letzter Tag in Jerusalem sein bevor uns auf zum Sternberg in Palästina machten. Nach dem Frühstück fuhren wir in die Gedenkstätte Yad Vashem. Ein Museum in Gedenken an die Opfer des Holocaust. Es war ein sehr denkwürdiger Besuch. An dieser Stelle möchten wir besonders auf drei Denkmäler eingehen. 

Die Halle der Erinnerung ist eine Halle in deren Mitte sich eine Flamme befindet. Es handelt sich hier um eine Gedenkflame. Auf dem Boden der Halle sind die Namen der Konzentrationslager eingraviert und unter diesen Platten befindet sich Asche aus denselbigen. 

 

Dann gibt es noch das Denkmal der Kinder. Es besteht aus fünf Kerzen in einem dunklen Raum voller Spiegel, welche so einen Sternenhimmel darstellen sollen. Im Hintergrund wird über ein Tonband die Namen, das Alter und die Herkunft der Kinder abgespielt. Bis dieses komplett abgespielt sein würde, würden drei ganze Monate vergehen.

 

Zum Schluss möchte ich noch auf die Halle der Namen eingehen. Hier werden Gedenkblätter mit den Daten der Opfer gelagert. In vielen Fällen sind diese Blätter die letzten Überbleibsel der Opfer.

Sollte ihr mehr über Yad Vashem erfahren wollen, dann empfehlen wir euch deren Internetseite aufzurufen.

http://www.yadvashem.org

 

Nach ein wenig Freizeit die wir in der Innenstadt Jerusalems verbracht haben stand ein Treffen mit dem Propst an. Er war so freundlich sich Zeit für uns zu nehmen und sich unseren Fragen zu widmen. Wir führten mit ihm ein interessantes, einstündiges Gespräch über allerhand Themen. 

 

Nach dem Abendessen und unserer täglichen Gesprächsrunde nahmen wir zum ersten mal am Nachtleben Jerusalems teil. Bei Nacht ist diese Stadt auch durchaus belebt. So befanden sich nicht weit voneinander entfernt ein DJ und eine Band. Es wurde viel gefeiert.

 

Damit ging dann auch ein weiterer Tag zuende und wir sind gespannt auf alles kommende.

Bis dann Lisa&Marco

Israelreise 20.02.2018

 

Hallo!!

Heute gab es ein kleines Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen. Um genau zu sein wir deutschen Schüler trafen auf die Schüler einer israelischen Schule. Am Morgen kamen wir bei der Schule an. Dort sammelten wir uns in einer großen Vorstellrunde in der schuleigenen Bibliothek. Nachdem diese vorüber war, sammelten wir uns in Gruppen und stellten uns einander Fragen, welche über viele Themenbereiche reichten wie die politische Lage,  deren Schulalltag, Eindruck von Deutschland etc. Die Schülerin und Schüler waren hierbei sehr aufgeschlossen und wirkten zudem interessiert. Auf die Frage nach ihrem persönlichen Gefühl der Sicherheit antworteten diese, sie würden sich sehr sicher fühlen. 

Während unseres Aufenthaltes in der Schule wurden wir Zeuge einer Raketenübung, eine an sich dich sehr makabere Sache, wenn man bedenkt, dass wir in Deutschland eher an Dinge wie Feuetübungen gewöhnt sind.

Unser Treffen endete in einem freundschaftlichem Fußballspiel . Unseren Aufenthalt in der Schule haben wir als sehr positiv empfunden, auch wenn man sagen muss, dass wir rückblickend zu wenig Zeit gehabt haben und doch gerne länger dort geblieben wären.

Nach einem Stopp zum Mittagessen begaben wir uns auf den Ölberg, wo wir die Himmelfahrtskirche besichtigt haben sowie einer netten Pfarrerin gespannt zugehört, was sie uns über die Kirche zu erzählen hatte. Sie wurde vom Preußischen Kaiser Wilhelm II. in Auftrag gegeben. Dort betraten wir auch den großen Kirchenturm von dem man eine unglaubliche Aussicht hat. Nur leider, war der Fahrstuhl gerade ausgefallen, langes Treppensteigen blieb uns also nicht erspart.

In der Nähe der Kirche dann haben wir dem Deutschen evangelischen Institut für Altertumskunde im heiligen Land (DEI) einen Besuch abgestattet. Dort nahmen wir an einer Führung teil, für welche leider auch nicht viel Zeit dar war. Jedoch, dass was wir gesehen haben hat uns sehr viel über die Vergangenheit beigebracht und wir sind froh, dort gewesen zu sein.

 

Das war es dann auch schon hauptsächlich. Die Tage hier sind immer überaus  interessant und lehrreich und wir schätzen unseren Aufenthalt in diesem Land. Ebenso sind wir gespannt auf alles noch kommende.

Bis bald

Lisa&Marco

Israelreise 18.02.2018

 

Nach technischen Schwierigkeiten kommt nun endlich der Blogeintrag für Sonntag. 

Der Morgen begann mit einem Umzug ins lutheranische Gästethaus des Probstes. Dort luden wir unsere Koffer ab, frühstückten und machten uns prompt auf in die Erlöser Kirche ( Church oft the redeemer) wo wir am Gottesdienst teilnahmen. Dieser gipfelte in einem Abendmahl an dem, in verschiedenen Gruppen mit je über 30 Menschen, teilnahmen. Desweiteren war ein deutscher Chor anwesend.

 

Nach einem Fußmarsch durch die Altstadt besuchten wir die Klagemauer, wo wir die Chance hatten den Tempelberg zu besteigen. Dort mussten wir zunächst ca. eine Stunde anstehen um dann Sicherheitskontrollen zu passieren, das alles jedoch hat sich gelohnt. Die Aussicht dort oben war atemberaubend, nicht zuletzt durch den gewaltigen Felsendom.

 

Weiter ging unsere Odysse durch das arabische Viertel in die Grabeskirche, dort wo sich das angebliche Grab Jesus befinden soll. Einen richtigen Blick darauf konnten wir jedoch nicht erhaschen, die Warteschlange war einfach zu immens.

 

Als nächstes war es Zeit für etwas Freizeit. Wir nutzten unsere Chance um mit den Verkäufern auf dem Basar zu handeln, um so die bestmöglichen Preise zu erzielen.

 

Unser Tag endete mit einem Besuch beim Grabe Davids. Alles in einem wurde der Tag gut genutzt, und vieles interessante haben wir gesehen.

 

Eure Lisa&Marco